12. März 2012: Spatenstich für Renovierung und Neubau

Jetzt ist es soweit!

5 Jahre nachdem die die Gemeinde Perchtoldsdorf die Wohnhausanlage Wienergasse 124 – 126 von der Gemeinde Wien gekauft hat und an die Wohnungsgesellschaft Austria WET weiterverkauft hat, wurde am 12. März der Spatenstich für die Sanierung von 60 Wohnungen und den Neubau von 29 Wohnungen durchgeführt. Damit stehen der Gemeinde künftig 89 Wohnungen zwischen 40 m² und 86 m² zur Vergabe zur Verfügung. Für die bestehenden Mieter ändert sich die Miete nicht, künftige Mieter können dank Landesförderung auf moderate Mieten hoffen.

Die Sanierung und der Neubau werden in Etappen durchgeführt, die Belastung der Mieter soll möglichst gering gehalten werden

Neue Diskussionen über Verwendung der Trasse der Kaltenleutgebener Bahn!

Bringt Nutzung der Bahntrasse der „Kaltenleutgebener Bahn“ durch Autobus oder mit Diesel betriebenen Triebwagen Belastung für die Mieter der Wohnhausanlage?

 

Unmittelbar an der Bahn – nur getrennt durch eine schmale Strasse – liegt die auch die Wohnhausanlage Wienergasse 124 – 126. Diese Anlage wurde mit Beschluss des Gemeinderates vom 13. Dezember 2007 von der Gemeinde Wien zum Kaufpreis von 780.000 Euro angekauft und inzwischen an eine gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft weiter verkauft. Diese plant die aus 56 Wohnungen bestehende Anlage um vier Neubauten mit je sechs Wohneinheiten – teilweise in Richtung Süden (Bahntrasse) zu vergrößern. Die dafür notwendigen Bebauungsplanänderungen wurden am 22. September 2010 im Gemeinderat beschlossen.

 

Es ist sicher äußerst problematisch an einer Siedlung mit 80 Wohnungen in 50 Meter Entfernung einen intensiven Verkehr vorbeizuführen. Viele Klagen über die Bahn lagen schon vor, als sie nur zwei Mal täglich geführt wurde. Darüber hinaus ist zu befürchten, dass bei einer Verwendung als Strasse die Forderung nach einer allgemeinen Benützung erhoben wird und eventuell eine Einbindung bei der Aspettenstrasse (Kindergarten) Richtung Mühlgasse gefordert wird

 

Gutes Ende für Mieter

Der Protest der Mieter der Wiener Gasse 124 – 126 hat genützt. Burgermeister Schuster, Liegenschaftsreferent Plessl und Baureferent Cernelic haben eine für die Mieter verträgliche Lösung ausgearbeitet: Die Mieter, die vor kurzem ihre Wohnung renoviert haben, können in ihrer Wohnung bleiben. Die anderen können sich eine Wohnung aussuchen, diese wird renoviert und dann erfolgt ein einmaliger Umzug in die neue Wohnung ohne Erhöhung der Miete. Im Gemeinderat wurde daher einhellig der Verkauf an eine gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft beschlossen. Die Förderzusage des Landes ist da und die gute Lösung für die Mieter ist Bestandteil des Vertrages mit der Genossenschaft.

Aufruhr im Gemeindebau

Mieter sind bestürzt über die Vorgangsweise der Gemeinde

 

Nicht nach Plan verlauft der Beginn der Sanierung der Wohnhausanlage der Gemeinde Perchtoldsdorf in der Wiener Gasse 124 – 126. 2007 wurde diese Wohnhausanlage von der Gemeinde Wien angekauft und sollte an die Wohnungsgenossenschaft „Austria“ weiterverkauft werden. Aus diesem Verkauf wurde aber bis jetzt nichts, denn die Genossenschaft unterschrieb die vom Gemeinderat beschlossenen Verträge nicht. Nun wurde ein neuer Anlauf genommen und mit der Genossenschaft „WET“, die in enger Verbindung zur „Austria“ steht,  Verhandlungen aufgenommen. Am 21. Juli beschloss der Gemeindevorstand die Auflage einer Bebauungsänderung, die eine Vergrößerung der Zahl der Wohnungen ermöglichen sollte.

Weitere Bedingungen betreffend Sanierung, Kosten und Vergabe wurden noch nicht festgelegt, lediglich dass die neuen Wohnungen vor allem an jüngere BürgerInnen vergeben werden sollen. Auch über den neuen Verkaufspreis – für die Anlage hat die Gemeinde € 780.000,-- bezahlt – wurde noch nicht diskutiert. Immerhin wird der Wert der Anlage durch die geplante Neuwidmung deutlich erhöht.

Die Mieter der Anlage, denen vor zwei Jahren eine moderate Sanierung (Wärmedämmung und Zusammenlegung) zugesagt wurde, reagierten empört, als sie vor wenigen Tagen von Herrn der Genossenschaft mit einem Formular konfrontiert wurden und sie aufgefordert wurden, dieses sofort zu unterschreiben. Inhalt war ihr Einverständnis für die Übersiedlung in eine Ersatzwohnung und danach in eine neue Wohnung. Zu Recht fordern die Mieter die Möglichkeit sich selbst zu informieren, aber auch schriftliche Zusagen betreffend der Abgeltung Ihres Aufwandes und der neuen Miete. Darüber hinaus wollen manche gar nicht übersiedeln, weil sie ihre Wohnungen im Glauben an Versprechen der Gemeinde in den letzten zwei Jahren saniert haben.

Für die SPÖ, die sich zum sozialen Wohnbau bekennt, besteht die Lösung darin, dass man derzeit keine weitere Maßnahmen betreffend bestehender Mietrechte setzt, sondern die Bedingungen für die Mieter schriftlich formuliert und beschließen lässt. Darüber hinaus sollte nach Möglichkeit die Planung so gestaltetwerden, dass die Mieter, deren Wohnungen einen zeitgemäßen Standard haben, in der Wohnung bleiben können und der Umweg über eine Ersatwohnung vermieden wird.

Die Gemeinde hat schon mehrere derartige Renovierungen durch geführt, aber keine wurde so wenig professionell begonnen wie diese.

Wird Wohnhausanlage Wiener Gasse 124-126 endlich saniert?

 

Die von der Gemeinde Wien in den Jahren 1954 und 1955 errichtete und von der Gemeinde Perchtoldsdorf 2007 angekaufte Wohnhausanlage „Wiener Gasse 124 – 126“ soll saniert werden!

In der Gemeinderatssitzung am 13. Dezember 2007 beschloss der Perchtoldsdorfer Gemeinderat einstimmig den Ankauf der Wohnhausanlage „Wiener Gasse 124 – 126“ von der Gemeinde Wien zum Kaufpreis von € 780.000. Durch den Ankauf der 6.392 m² großen Liegenschaft sollte ein zusätzliches Wohnungsangebot für Perchtoldsdorferinnen und Perchtoldsdorfer geschaffen werden.

            Geplant war die Wohnhausanlage mit 56 Wohnungen - zahlreiche Wohnungen stehen leer, an eine gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mit Sitz in Niederösterreich zu veräußern, wobei das Vergaberecht für die Wohnungen bei der Marktgemeinde Perchtoldsdorf verbleiben soll. Der entsprechende Verkaufsbeschluss wurde am 31. März 2009 gefasst, bis heute wurde er  nicht vollzogen.

Nun wird ein neuer Anlauf genommen. Am 21. Juli beschloss der Gemeindevorstand die Grundlage für eine Änderung des Flächewidmungsplanes. Die Wolfgang Leeb Gasse (zwischen Wohnhausanlage und Bahntrasse) wird aufgelassen; die dadurch gewonnene Fläche als Bauland der Wohnhausanlage hinzugefügt. Damit wird die Möglichkeit der Vergrößerung der Zahl der Wohnungen geschaffen.

Vier Neubauten mit je sechs Wohneinheiten mit 51 m² bis 54 m² sollen jeweils in Richtung Süden des Grundstückes errichtet werden. Alle anderen Wohnungen sollen generalsaniert werden. Eine wärmedämmende Fassade inklusive neuen Fenstern soll ebenso kommen. Die Wohnungen, die teilweise sehr klein sind, sollen auf eine Größe von 46 m² bis 56 m² erweitert werden und entsprechend dem letzten Stand der Technik verbessert werden. Für die Warmwasssergewinnung wird eine Solaranlage errichtet. Für die neuen Wohnungen werden auch Stellplätze geschaffen.

Am 26. Juli wurden die Mieter über das Vorhaben informiert. Die Beurteilung des Vorhabens war differenziert. Manche freuten sich auf die vorgesehenen Verbesserungen der Ausstattung, manche hatten Bedenken wegen der Belastungen beim Umbau und fürchteten eine Erhöhung der Mieten.

Die Umsetzung des Projektes muss jedoch rasch erfolgen, meint SPÖ-Obmann Plessl. Der Bedarf an Wohnraum zu leistbaren Bedingungen ist in Perchtoldsdorf enorm. Zahlreiche junge Perchtoldsdorfer müssen Perchtoldsdorf verlassen, weil sie sich im Ort keine Wohnung leisten können. Die Wohnungen in der Wohnhausanlage sollen daher auch jungen Menschen (im Alter von 18 bis 25 Jahre) zur Verfügung gestellt werden. Es muss aber der in der Anlage vorhandene Baumbestand erhalten bleiben. Und für die derzeitigen Mieter darf es zu keiner finanziellen Belastung kommen.