Schwedenstift bleibt in Perchtoldsdorf

Grundtausch ermöglicht Bau des neuen Schwedenstiftes auf einem Gelände östlich der Bahn.

Nachdem zwei Versuche, geeignete Grundstücke für einen Neubau des Schwedenstiftes zu finden gescheitert sind, ist jetzt eine geeignete Fläche im Bereich des Ortsteils Theresienau/Judenwiese gefunden worden. Diese Fläche im Gesamtausmaß von 6.500 Quadratmeter setzt sich aus 2.500 Quadratmeter Eigengrund und 4000 Quadratmeter Grund, der durch Tausch erworben wird, zusammen. Die Eignung für die Errichtung wurde von den entsprechenden Stellen des Landes schon festgestellt. 2.300 Quadratmeter sollen verbaut werden, zwei Geschosse sollen errichtet werden.  Das Grundstück bleibt im Eigentum der Gemeinde, das Land erhält das Baurecht.

Ein gemeinsamer Antrag über den Grundtausch von ÖVP, SPÖ, Grünen und Freiheitliche wurde am 27. September 2011 im Gemeinderat einstimmig gefasst.

Bei einer Information der Anrainer gab es Zustimmung zum Projekt. 

Chancen für Verbleib des Schwedenstiftes leben wieder!

Am 21. Juni 2011 wurde von Bürgermeister Schuster und den geschäftsführenden Gemeinderäten Nowotny und Plessl in einer Pressekonferenz ein neuer möglicher Standort vorgestellt.

Ein 5.500 Quadratmeter großes Grundstück im Anschluss an den Kindergarten in der Aspetten ist schon im Besitz der Gemeinde. Ein weiteres ebenso großes Grundstück müsste von der ÖBB erworben werden. Die Bereitschaft der ÖBB ist gegeben. Die Eignung des Grünstückes dürfte vorhanden sein, jetzt liegt es am Land Niederösterreich, ob der neue Vorschlag akzeptiert wird.

Solidaritätsfest für den Verbleib des

Schwedenstifts in Perchtoldsdorf

 

Die Frauenorganisationen der SPÖ, ÖVP und der Grünen veranstalten am 1. Juli 2011, ab 13:00 Uhr im Schwedenstift ein Solidaritätsfest mit dem und für das Schwedenstift.

Die Patronanz für dieses Fest werden hohe Politiker aus den drei Parteien übernehmen.

Nach einem Ökumenischen Wortgottesdienst wird ein buntes Programm mit Tombola, Flohmarkt, Spielstationen und kulinarischen Köstlichkeiten geboten.  Bücher wurden auch aus dem Nachlass der kürzlich verstorbenen Krimiautorin Edelgard Spaude zur Verfügung gestellt.

Ziel ist es ein Bekenntnis zum Bau des neuen Schwedenstifts am Tirolerhof oder einem anderen Standort geeigneten Standort in Perchtoldsdorf abzugeben

Schwedenstift im 90. Jahr des Bestehens in Perchtoldsdorf vor dem Aus?

Übersiedlung des Schwedenstiftes auf den Tirolerhof wird von den Anrainern bekämpft. Bürgerversammlung wünscht anderen Standort. Muss das Schwedenstift Perchtoldsdorf verlassen?

200 Personen waren am 1. Juni zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über den neuen Standort am Tirolerhof in das Kulturzentrum gekommen. Und die Gegner des Projektes – sie waren durch eine satte Mehrheit vertreten - ließen keinen Zweifel; das Projekt Neubau des Landesheimes Schwedenstift ist unerwünscht. Die Gründe für die Ablehnung sind vielfältig und reichen vom Hinweis auf den Villencharakter, über Hinweis auf die Lärm- und Verkehrsbelastung bis zur Furcht vor der Entwertung der Grundstücke. Bürgermeister Schuster (ÖVP) und Gemeinderat Claus Herza (SPÖ) betonten, dass sie Verständnis für die Sorgen der Anrainer haben. Beide meinten aber, dass möglich sein muss, den Schwedenstift im Ort zu behalten. Dies deshalb, weil er im Ort so gut integriert ist und zahlreiche freiwillige Helfer die Arbeit unterstützen. Der Aufbau dieses sozialen Netzwerkes hat viele Jahre gedauert und wäre bei der Absiedlung verloren.

Dr. Huber vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung unterstrich die Notwendigkeit eines neuen Hauses und meinte, dass ein Ausbau des derzeitigen Gebäudes keine Lösung brächte. Das Grundstück am Tirolerhof sei ideal. Und weiters meinte er, wenn es keine Einigung gibt, wird das Land eben einen anderen Standort suchen, auch in einer anderen Gemeinde.

Am 24. Juni 1921 wurde das Schwedenstift am heutigen Standort als evangelisches Krankenhaus für Kinder feierlich im Beisein von Bundespräsidenten Dr. Michael Hainisch und dem schwedischen Gesandten eröffnet. Der Name Schwedenstift ist ein Dank an die schwedischen Bürger, die mit großzügigen Spenden die Errichtung und den Betreib ermöglichten. Der Name erfüllte auch die Forderung der Anrainer den Namen Krankenhaus zu vermeiden. Konzipiert war das Haus für 60 Kinder. Die meisten aufgenommen Kinder litten an der „Wiener Krankheit“ (Tuberkulose). 1926 wurde es vom Land Niederösterreich übernommen. Schon 1931 musste es wegen finanziellen Problems geschlossen werden und diente ab diesem Zeitpunkt nur mehr als Ferienheim.

Nach Kriegsende wurde es wieder ein Kinderkrankenhaus und 1949 wurde es ein Säuglingsheim. 1971 wurde es ein Pflegeheim für behinderte Kinder. Ursprünglich war das Alter der betreuten Kinder mit drei Jahren beschränkt, ist aber stufenweise auf 15 Jahre erhöht worden.

Heute werden im Pflegebereich nur mehr schwerst immobile Pflegefälle aufgenommen. Im sozialpädagogischen Bereich werden Kinder aus der Jugendwohlfahrt aufgenommen.