Eröffnung der neuen Sporthalle am 18. Juni 2010

 

            „Es ist grandios geworden“ mit diesen Worten eröffnete Landesrätin Petra Bohuslav am 18. Juni die neue Sporthalle beim Erholungszentrum. 1,8 Millionen Euro von den Baukosten in der Höhe von € 7 Millionen übernahm das Land Niederösterreich. 2 Millionen kommen von den Schulgemeinden der Volksschulgemeinde. Der Rest wird durch Wegfall der Kosten für eine angemietete Halle und Aufstockung eines bestehenden Kredites finanziert.

            Die neue Halle war notwendig geworden, weil die Sportvereine enormen Zuwachs, vor allem an Jugendlichen hatten. Darüber hinaus hat die von der Gemeinde angemietete Sporthalle nahe der Autobahn niemals ihren Zweck (wettkampftaugliche Halle für Handball) erfüllt.

            Die erste Bewährungsprobe hatte die Halle schon eine Woche vorher bestanden, kamen doch zu einer Tanzveranstaltung mehr 1000 Besucher.

            Gelobt wurde auch die gelungene Architektur. Dem planenden Architekten, Dipl. Ing. Herbert Marszalek ist es vorbildlich gelungen, in einer außen sehr klein wirkenden Halle eine Dreifachturnhalle für alle Sportarten und eine 19 m hohe Kletterwand unterzubringen.

            Gelöst scheint auch das Parkplatzproblem, soll doch nördlich vom Eislaufplatz ein „Billa“ errichtet werden mit  73 Stellplätzen für Billa und 140 Stellplätzen für die Gemeinde

             

Startschuss zur Fertigstellung der Sporthalle am 6. März

Nur wenige Wochen noch, dann wird es soweit sein und die Sporthalle kann benützt werden. Tausend Besucher kamen am 6. März um die fast fertige Halle zu besichtigen. Voll des Lobes über die gelungene Architektur, waren die Besucher erstaunt, dass ein Gebäude, das außen so klein wirkt, so große Sportflächen haben kann. Immerhin sind eine Dreifachturnhalle und eine 19 m hohe Kletterwand untergebracht. Und tatsächlich ist Architekt DI Marszalek ein großartiger und vorbildlicher Bau gelungen.

Vergessen ist auch die Diskussion um den Standort; gab es doch zunächst andere Vorschläge (Zirkuswiese, ehemalige Beachvolleyballplatz). Doch letztendlich musste man sich den Anrainern beugen und auch die Parkplatzsituation (eine Parkgarage konnte nicht errichtet werden) wird jetzt durch einen provisorischen Parkplatz gemildert.

Alles in allem gibt es Anlass zur Freude, selten noch fand die Errichtung eines derartigen Baus die ungeteilte Zustimmung der Bevölkerung

Gleichenfeier-Sporthalle

Am 26. Oktober fand die Gleichenfeier für die neue Sporthalle mit Kletterturm statt. Damit ist die Serie der Richtfeste der drei Großbauvorhaben auf Perchtoldsdorfer Gemeindegebiet - Waldsanatorium, Burg und Sporthalle - zu Ende gegangen.

Hunderte Perchtoldsdorferinnen und Perchtoldsdorfer nahmen die Gelegenheit wahr um sich einen ersten Eindruck von der Größe der Halle zu machen. Und sie waren überrascht, denn von außen wirkt die Halle nicht viel höher als das Erholungszentrum, innen erscheint die Höhe des Kletterturms (18 m) gewaltig. Die Architektur, die innen optimalen Raum für Sport, 400 Besucher und den Kletterturm bietet, wirkt von außen niedrig. Diese Höhe, so hört man, wird nach Anbringung der Fassade noch niedriger erscheinen.

Damit geht ein Bauwerk, das  politische einhellig befürwortet wurde, seiner Vollendung entgegen. Die Notwendigkeit der Errichtung war nie in Frage gestellt, die gute Jugendarbeit bei den örtlichen Sportvereinen und der schulfreie Samstag waren gewichtige Gründe für  die Errichtung einer neuen Halle.

Umstritten war lediglich der Standort. Der erste Vorschlag – Zirkuswiese – fand die Zustimmung des Gemeindevorstandes wurde jedoch nicht ausgeführt. Auch der zweite Vorschlag – ehemaliger Beachvolleyballplatz – wurde wegen berechtigter Widerstände der Anrainer nicht verwirklicht. Der Bau am jetzigen Standort bietet den Nachteil, dass keine Stellplätze errichtet werden konnten, aber den Vorteil, dass sich das Gebäude harmonisch in die Umgebung des Erholungszentrums einfügt.

Alles in allem ein gelungener Bau, der – so viele Besucher – den Perchtoldsdorfer Schülern, Sportlern und vor allem Kletterern noch viel Freude machen wird.

                   Am 18. Jänner 2006 war es in den Niederösterreichischen Nachrichten zu lesen: Perchtoldsdorf braucht für die Schulen und für die Vereine eine neue Sporthalle mit einer wettkampftauglichen Kletterhalle. Die von der Gemeinde angemietete Sporthalle nahe der Autobahn hatte niemals ihren Zweck (wettkampftaugliche Halle für Handball) erfüllt und kostete viel Geld. 

                   Am 22. Juni 2006 wurde im Gemeinderat als Standort für die Dreifachsporthalle samt Kletterturm der Bereich des Eislaufplatzes beschlossen. „Der oben genannte Standort ist auf Grund seiner unmittelbaren Nachbarschaft zu bereits bestehenden Sport- und Freizeiteinrichtungen (Erholungszentrum) und auf Grund seiner günstigen Anbindung an leistungsfähige Verkehrsadern optimal für die Errichtung einer Sporthalle geeignet.“. Zu einer Verwirklichung dieses Standortes, der auch genügend Parkplätze ermöglich hätte kam es nicht. Dem Vernehmen nach haben sich Anrainer gegen das Projekt – erfolgreich – gewehrt.

                  Am 15. März 2007 wurde im Gemeindevorstand ein neuer Versuch gestartet, einen Standort zu finden. „Als Standort für die Dreifachsporthalle samt Kletterturm ist als Ergebnis der Voruntersuchungen der Bereich des Beachvolleyballplatzes geplant. Der oben genannte Standort ist aufgrund seiner unmittelbaren Nachbarschaft zu bereits bestehenden Sport- und Freizeiteinrichtungen (Erholungszentrum) und auf Grund seiner günstigen Anbindung an leistungsfähige Verkehrsadern optimal für die Errichtung einer Sporthalle geeignet.“ Auch an diesem Standort wäre die Errichtung von 70 Parkplätzen möglich gewesen. Auch dieser Standort fand nicht die Zustimmung der Anrainer und während SPÖ-Obmann Plessl nochmals den Standort nahe dem Eislaufplatz ins Spiel brachte (NOEN vom 18. April 2007) entschied sich der Bürgermeister, dem Gemeinderat die jetzige Variante – auf dem Gelände des Freibades – dem Gemeinderat vorzuschlagen. Dieser Standort, der den Nachteil hatte, dass wegen des Wasserreichtums des Bodens die Errichtung einer Parkgarage nicht möglich war, fand aber auf Grund der unbedingten Notwendigkeit der Sporthalle die einhellige Zustimmung des Gemeinderates (27. September 2007).

                   Als Errichtungskosten – ohne Einrichtung - wurden dem Gemeinderat € 7 Millionen genannt. Die Finanzierung erfolgt durch eine Mietvorauszahlung der Hauptschulgemeinde in der Höhe von € 1.625.000, durch eine Mietvorauszahlung der Volkschulgemeinde in der Höhe von € 325.000 und durch Subventionen in der Höhe von € 1.800.000 durch das Land Niederösterreich. Der Rest wird durch Wegfall der Kosten für die „Heisshalle“ bzw. durch Aufstockung des bestehenden Leasingvertrages hereingebracht.       

                    Die Ausstattung des Kletterbereichs erfolgt durch eine vom Alpenverein gegründete Betriebsgesellschaft. Die Finanzierung in der Höhe von € 540.000 erfolgt durch diese Gesellschaft, die die Kletterhalle auch betreiben wird. Die jährliche Miete dafür wurde vom Gemeinderat mit € 100,-- festgesetzt.

                    Noch nicht geklärt ist die Energieversorgung. Das Hallendach ist wohl für eine Photovoltaik geeignet, nicht jedoch für eine Solarthermie, wobei diese problemlos am Stahlbetondach des Erholungszentrums aufgestellt werden könnte. Die diskutierte Kraft-Wärme-Kopplung hat sich wegen der Abhängigkeit von Gas nicht als Ziel führend erwiesen, die vorgeschlagene und sinnvolle Nutzung von Wärmepumpen wurde abgelehnt. Die angedachte Errichtung einer Biomasseanlage erwies sich als nicht realisierbar. Derzeit wird über den Anschluss an die Fernewärme (Anschlussstellen Brunn oder Wien) nachgedacht, doch auch hier darf die Realisierung hinterfragt werden.