Neue Diskussionen über Verwendung der Trasse der Kaltenleutgebener Bahn

Nutzung der Bahntrasse der „Kaltenleutgebener Bahn“ durch Autobus oder mit Diesel betriebenen Triebwagen?

 

Unmittelbar an der Bahn – nur getrennt durch eine schmale Strasse – liegt die Wohnhausanlage Wienergasse 124 – 126. Diese Anlage wurde mit Beschluss des Gemeinderates vom 13. Dezember 2007 von der Gemeinde Wien zum Kaufpreis von 780.000 Euro angekauft und inzwischen an eine gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft weiter verkauft. Diese plant die aus 56 Wohnungen bestehende Anlage um vier Neubauten mit je sechs Wohneinheiten – teilweise in Richtung Süden (Bahntrasse) zu vergrößern. Die dafür notwendigen Bebauungsplanänderungen wurden am 22. September 2010 im Gemeinderat beschlossen.

 

Es ist sicher äußerst problematisch an einer Siedlung mit 80 Wohnungen in 50 Meter Entfernung einen intensiven Verkehr vorbeizuführen. Viele Klagen über die Bahn lagen schon vor, als sie nur zwei Mal täglich geführt wurde. Darüber hinaus ist zu befürchten, dass bei einer Verwendung als Strasse die Forderung nach einer allgemeinen Benützung erhoben wird und eventuell eine Einbindung bei der Aspettenstrasse (Kindergarten) Richtung Mühlgasse gefordert wird

Auch die immer wieder präsentierte Absicht, die bestehende Vierbatzstraße großzügig auszubauen und mit einer Brücke über die Südbahn in die B12 (Brunner Feld Straße) einzubinden, muss entschieden abgelehnt werden Es ist dies keine Lösung des Problems, sondern nur eine Verlagerung des Verkehrs in andere Straßenzüge (Prinzip des St. Florian). Diese neu geschaffene Straßenspange würde nur zusätzlichen motorisierten Individualverkehr anziehen (auch von Brunn) und weitere Bewohner von Perchtoldsdorf beeinträchtigen. Die alte Devise „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“ hat sich noch immer bewahrheitet.

 

Man sollte daher über die alte Idee des Autobahnzubringertunnels nachdenken. Vom Kaltenleutgebener Tal nach Gießhübl wäre dieser Zubringertunnel ca. 3 km lang, mit einer Steigung von ca.5%. Da das Gebirge aus Kalkstein besteht, könnte der Ausbruch mit einer Tunnelbohrmaschine durchgeführt werden. Die bestehende Halbanschlussstelle Gießhübl soll im Prinzip erhalten bleiben und die Rampen und Portale für den Zubringertunnel sind so auszugestalten, dass eine Eindeckung der A21 an dieser neuralgischen Stelle ermöglicht wird.

Diese Tunnellösung würde die Lebensqualität in den Wohngebieten Perchtoldsdorf nachhaltig wesentlich erhöhen, da Staub, Lärm und Abgase ferngehalten werden.

Ist neues Mobilitätsleitbild Begräbnis erster Klase?

Bürger protestieren gegen neue Einbahnführungen!

 

 

Am 24. November 2011 fand im Kulturzentrum Perchtoldsdorf eine Diskussion über das vom Verkehrsreferenten ausgearbeitete Verkehrskonzept mit einer „dramatischen Änderung“ der Einbahnführungen in weiten Teilen Perchtoldsdorfs. Der Protest dagegen war enorm. Schon die Veränderung der Einbahnführungen von zwei kurzen Straßen (Ambros-Rieder-Gasse und Jakob-Regenhart-Gasse) hatte vor einigen Jahren Auswirkungen auf ganz Perchtoldsdorf. Und es stellte sich heraus, dass von den Prognosen der „Fachleute“ nicht viel zu halten ist.

 

Die neuen geplanten Einbahnführungen haben viel mehr Auswirkungen auf die Wohnqualität der BürgerInnen und mancher Teilnehmer äußerte den Verdacht, dass manche Straßen auf Kosten anderer beruhigt werden sollen. Dass bei einem derartigen Vorhaben nicht vorher das Land kontaktiert wurde, lässt doch auch einen gewissen Dilettantismus in der Planung vermuten. Stellte sich doch das Land mit Vehemenz gegen den Wunsch, die Krautgasse umzudrehen.

 

Viele BürgerInnen weisen mehr Vernunft und Realitätssinn auf als manche Politiker, die glauben, am Reißbrett und durch Verkehrszählungen ließen sich die Probleme lösen.

Viele Versammlungsteilnehmer äußerten die Meinung, dass jede Veränderung zu einer Verschlechterung führen würde und empfahlen die Erhaltung der derzeitigen Straßeführungen.

 

Aber auch viele skurrile Ideen, die schon längst in den Archiven dahinmodern, wurden wieder hervorgeholt. So wurde von GR Nowotny wieder der Wunsch nach einer Autobahnauffahrt bei der Vierbatzstraße geäußert, obwohl dieses Ansinnen - vor einigen Jahren von seinem Fraktionskollegen DI Seywerth gefordert – schon damals als nicht durchführbar verworfen wurde. Die Belastung der Bewohner dieses Gebietes ist ganz einfach zu groß.

Auch die Idee die Trassenführung der Kaltenleutgebener Bahn als Schnellstrasse für einen Bus nach Liesing zu verwenden passt eher in den Fasching und ist nicht als ernsthafter Beitrag zu einer Verkehrsdiskussion zu sehen. Es existieren ja Möglichkeiten durch öffentliche Verkehrsmittel, die Politik muss sie nur attraktiver gestalten.

 

Deutlich merkt man, dass die „Ergebnisse grobe Annährungen sind, da sie nur stichprobenartig auf Verkehrszählungen beruhen und ansonsten durch Analogieschlüsse, Plausibilitätsüberlegungen und Schätzungen zu Stande gekommen sind.“

 

Kleine Korrekturmaßnahmen werden immer wieder notwendig sein. Das vorliegende Mobilitätsleitbild wird aber im Interesse der Perchtoldsdorfer BürgerInnen nicht die Zustimmung der SPÖ erhalten.

Erster Entwurf zur Straßenführung der Zukunft? Diskutieren Sie mit und senden Sie uns Ihre Meinung dazu!

Elektrobus für Ortslinienverkehr fährt

 

Vor 3 Jahren – am 10. Dezember 2008 - beschloss der Perchtoldsdorfer Gemeinderat, sich an der Entwicklung eines Kleinbusses in Niederflurbauweise mit Elektroantrieb zu beteiligen. Die dafür erforderliche Energie wird durch die gemeindeeigene und inzwischen errichtete Fotovoltaikanlagen auf dem Dach der neuen Sporthalle zur Verfügung gestellt. An den Projektgesamtkosten von rund € 1,7 Millionen beteiligte sich Perchtoldsdorf mit € 35,000,--. Seit September 2011 hat der Bus den Betrieb aufgenommen.

Letzte Meldung: Ab November soll er tatsächlich fahren!

Verkehr in Perchtoldsdorf

(aus dem Arbeitskreis Mobilität)

 

Probleme:

 

Teils sehr starke KFZ-Belastung

Viele PKW-Kurzfahrten

Hohe PKW-Geschwindigkeiten

Attraktivitätsminderung des Ortszentrums durch PKW-Verkehr

geringe Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel

 

 

Leitlinien: (bisher nicht umgesetzt)

 

Forcierung der öffentlichen Verkehrsmittel

Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs

 

Geplante Projekte

 

  • Radfahren gegen Einbahn sollte immer möglich sein
  • Steg über Südbahn (hohe Beträge für Planung schon 1999 ausgegeben)
  • Radweg Donauwörther Str.- Bahngasse. - Beethovenstraße
  • Südbahnquerung verlängerter Vierbatz mit A21-Anbindung !!!
  • Einbahnführung der Gauguschgasse
  • Verkehrsarme Zone fürs Ortszentrum bis Heldenplatz
  • Gehsteig- und Querungshilfe Herzogbergstraße. bis Ortsgrenze
  • Gehweganbindung des Tirolerhofs

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Gemeinderat DI Claus Herza. 0664/735 44 860, oeffentlich@herza.at