Neugestaltung des Hyrtlplatzes sorgt für Diskussion

 

Der neue Vorplatz vor dem neuen Eingang zur Burg, nach dem dort aufgestellten Denkmal für den Anatomen Hyrtl auch Hyrtlplatz genannt, sorgt in der Perchtoldsdorfer Bevölkerung für Gesprächsstoff. Tatsächlich wurde der 842 m² große Platz vor wenigen Jahren in Grünland-Park umgewidmet. Zu Kosten von € 200.000 (ATS 2,7 Millionen) zuzüglich Mehrwertsteuer wurde dieser Platz nun neu gestaltet, wobei es der Auftrag des Gemeinderates war “neben der bisherigen Verwendung als Parkanlage soll diese Fläche in Zukunft auch der Kommunikation dienen, aber auch Vorplatz für Burgveranstaltungen sein“ (Gemeinderatsantrag).

Die Gestaltung des Platzes  erfüllt den  Auftrag betreffend Erhalt der Parkanlage nur sehr bedingt . Definiert man Park als eine nach den Regeln der Gartenkunst gestaltete Grünfläche, die der Verschönerung und Erholung dient, so ist der Gemeinderatsbeschluss in diesem Punkt nicht erfüllt worden. Auch der Verlust von Schatten spendenden Bäumen ist in diesen Tagen besonders unangenehm erlebbar. Die Bäume (Föhren) wurden entgegen dem Auftrag des Gemeinderates nicht erhalten.

Burg am 25. Juni 2010 eröffnet

Am 25. Juni wurde die neue Burg eröffnet. Mit einem Kostenaufwand von € 10 Millionen wurde das beliebte Veranstaltungszentrum renoviert und um einen unterirdischen Saal erweitert. Die Kosten werden teilweise vom Land getragen und  von privaten Sponsoren, vier Millionen muss die Gemeinde aufbringen. Unumstritten war die Sanierung der Burg, heftige politische Kontroversen gab es über die Errichtung des neuen Saales. Vor allem auch deshalb, weil keine zusätzlichen Parkplätze um die Burg geschaffen werden und die Kosten die Gemeide überfordern würden.

Bei den Sommerspielen 2010, die nach zweijähriger Pause mit Shakespeares Hamlet wieder aufgenommen werden, kann der Saal jedenfalls schon bei Regenwetter genützt werden.

Termine der Sommerspiele sind:

PREMIERE: Donnerstag 08. Juli um 20.15 Uhr
Aufführungstermine:

Sa 10. Juli       Do 15. / Fr 16. / Sa 17. / So 18. Juli        Do 22. / Fr 23. / Sa 24. / So 25. Juli
Do 29. / Fr 30. / Sa 31. Juli / So 01. August

Vorstellungsbeginn: 20.15 Uhr
Vorstellungsdauer: ca. 2,5 h, 1 Pause

Sommerspiele 2010

Genau 25 Jahre nach der der Aufführung von Shakespears Hamlet, wird das Werk des großen englischen Dichters erneut bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf aufgeführt. Führte 1985 Jürgen Wilke Regie, wird diesmal Barbara Bißmeier die Verantwortung tragen. Was eine Überraschung darstellt, wird doch der bisherige Intendant Dr. Wolfgang Löhnert auf der Homepage des Vereins „Theaterfest Niederösterreich“ auch als Intendant für 2010 angegeben. Dem Vernehmen nach hat sich Dr. Löhnert von den Perchtoldsdorfer Sommerspielen zurückgezogen, die Gründe sind nicht bekannt

Neu wird sein, dass bei Regen 400 Besucher im neuen Festsaal (auf dem Bild lässt sich der Rohbau schon erkennen) dem Schauspiel folgen können. Die Premiere ist für Donnerstag, 8. Juli 2010 geplant. Die Übergabe der renovierten und erweiteten Burg soll Ende Juni erfolgen

Am 31. März wurden weitere Vergabearbeiten für die Perchtoldsdorfer Burg beschlossen. € 2.287.424 für die Gewerke und € 2.484.478 für die Haustechnik. Damit sind alle wesentlichen Beschlüsse für das Projekt gefasst, die beschlossenen Ausgaben liegen derzeit bei ca. 9,6 Millionen Euro.

Im September 2006 wurde der Wettbewerb gestartet, der einen Siegerentwurf mit Kosten von € 9 Millionen (excl. Umsatzsteuer) brachte.

Unstrittig bei allen Fraktionen ist die Sanierung der alten Burg und eine Adaptierung auf den letzten Stand der Technik. Diskussion gab es um die Erweiterung durch den Zubau eines Festsaals. Zahlreiche Fragen, die im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung auftauchten, konnten nicht beantwortet werden.


Eine wesentliche Rolle spielten dabei die fehlenden Stellplätze. Konnte man noch vor einem Jahr an eine Tiefgarage durch einen privaten Betreiber denken, musste dieses Projekt endgültig begraben werden. Für das Mehr an 400 Besuchern wird kein einziger Stellplatz geschaffen. Auch die Kostenschätzung von € 9 Millionen erwies sich als falsch. Der Zweifel der SPÖ an der Kostenschätzung wurde bei den ersten Ausschreibungen bestätigt. Die Angebote lagen weit höher als die geschätzten Baukosten.

Der Kostenrahmen wurde um € 900.000 überschritten. Wäre das Projekt nicht deutlich abgespeckt worden, dann wäre die Überschreitung bei weiten höher gewesen.

Ob die dem Gemeinderat vorgelegte Studie über die wirtschaftliche Nutzung der Burg das Versprochene hält darf auf Grund der Erfahrung bezweifelt werden.

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